Eltern-Kind-Intensivtraining

EKI

Zielgruppe

Das Training richtet sich an Eltern (Mütter, Väter) von sozial auffälligen Kindern (z.B. hyperkinetische Störung, oppositionelles Trotzverhalten, Störung des Sozialverhaltens oder einer subklinischen Erscheinungsweise davon). Es kann begleitend zu anderen Interventionen (z.B. medikamentöse Behandlung des Kindes, Hilfe zur Erziehung, Intervention im Kindergarten oder Schule etc.) durchgeführt werden.

Inhalte und Ziele

In dem Eltern-Kind-Training lernen Vater oder Mutter zusammen mit dem „schwierigen“ Kind an der Lösung der Erziehungsschwierigkeiten zu arbeiten. Sie lernen schwierige Situationen zu erkennen und arbeiten von Anfang an zusammen, diese besser zu lösen. Das Intensiv-Training zeichnet sich aus durch seine Kürze und sehr punktgenaue Arbeitsweise.

 

Konkrete Ziele für das Training sind:

  • Herausfinden spezifischer Schwierigkeiten in der Familie / Änderungswünsche
  • Anbahnung einer positiven Eltern-Kind-Interaktion, positive Sicht auf das Kind
  • Erlernen die schwierigen familiären Standardsituationen (z.B. Probleme beim zu-Bett-gehen) günstiger zu lösen, bzw. zu vermeiden.
  • Erlernen das Kind positiv anzuleiten
  • Reduktion der Belastung in der Familie durch Veränderung des Erziehungsverhaltens
  • Familiäre Neustrukturierung auf längere Sicht, um das Stressniveau in der Familie zu verringern (z.B. neue Aufgabenverteilung / Zuständigkeiten)

Zusammensetzung

Ein Elternteil mit einem Kind im Alter von 5 – 12 Jahren

Dauer

7 Sitzungen von jeweils 90 min

Ablauf des Trainings

In einem Vorgespräch werden die Eltern über das Training und über das, was von ihnen dabei erwartet wird informiert. Anschließend wird mit ihnen ein Gespräch über ihre Sicht zum Problemverhalten und Ansatzpunkten zur Verbesserung geführt, um zu ermitteln, ob sie sich einen Nutzen von dem Training versprechen und damit ausreichend motiviert sind. Falls auf eine geringe Teilnahmebereitschaft geschlossen werden kann, sollte ihnen eine andere Maßnahme empfohlen werden.

 

Jede Trainingseinheit steht unter einem eindeutigen Thema und ist nach einem einheitlichen Schema aufgebaut:

  1. Einführung
    • Eltern- Kind-Spiel
    • Bekanntgabe der Tagesordnung
    • Auswertung der Wochenaufgabe
  2. Sitzungsthema
    • Einführung in das Sitzungsthema
    • Behandlung des Themas und Übung
  3. Schlussrunde
    • Wochenaufgabe
    • Bewertung der Eltern-Kind-Interaktion

 

Thematische Zuordnung der einzelnen Einheiten:

  1. Vorstellung und Kennenlernen:
    Was soll sich ändern? Was kann so bleiben?
    (Zielvorstellungen entwickeln / Problemlösungen suchen)
  2. Eine emotionale Basis haben – positive Spielzeit
    (Positive Beziehung fördern, Beziehungsstörungen abbauen, Konflikte entschärfen etc.)
  3. Zubettgehen, Aufstehen, gemeinsame Mahlzeit
    (schwierige Situationen entstehen oft durch ungünstige Umstände- Eltern und Kind sollen geeignetere Abläufe zu konkreten Situationen gemeinsam entwickeln)
  4. Hausaufgaben
  5. Etwas erledigen, einen Auftrag ausführen, Vereinbarung treffen
    (Eltern lernen effektive Anforderungen zu stellen, Eltern und Kind lernen verbindliche Absprachen zu treffen)
  6. Ärger, Wut, Aggression
    (Eltern sollen lernen früh und aufbauend einzugreifen und das Kind soll negative Gefühle im Entstehen erkennen und sie beeinflussen)
  7. Auffrischungssitzung:
    Ein Blick zurück – auf dem Weg nach vorn (Problemlösendes Verhalten und Strukturierung in der Familie – Erfahrungsaustausch / Erreichtes und noch Offenes)

Umsetzung und Methoden

Das Training beruht auf lern- und handlungstheoretischen Prinzipien. Eingesetzt werden Methoden:

  • der Kognitiven Verhaltenstherapie wie Eingrenzung und Differenzierung der Probleme und Formulierung des Trainingsziels
  • der Erwachsenenbildung (z.B. Gruppendiskussion, Kurzvorträge, Hand-Outs)
  • aus dem Gruppentraining (z.B. Rollenspiel, Kleingruppenarbeit, Präsentation in der Gesamtgruppe, Lösungssuche in der Elterngruppe)
  • der Verhaltenstherapie (z.B. therapeutische Hausaufgaben, Durchführung von Verhaltensbeobachtungen, operante Verstärkung)

Räumlichkeiten und Ausstattung

Das Intensive Eltern-Kind Training findet in den Räumlichkeiten der Praxis Erziehungshilfe in Bergisch Gladbach Heidkamp oder Leverkusen statt, kann aber auch bei geeigneten Bedingungen aufsuchend im Haushalt des Kindes stattfinden.

Für die Präsentation und allgemeine Erläuterungen stehen Computer und Beamer zur Verfügung.

Kosten

Die Kosten für das Eltern-Kind-Intensivtraining orientieren sich an den individuellen Leistungsentgelt-vereinbarungen mit dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe. In dem Betrag enthalten sind die konkrete Durchführung des Trainings, die vorangehende Diagnostik, das Aufnahmegespräch und ein möglicherweise notwendiges Vorgespräch mit anderen Fachkräften.

Für die Diagnostik und das Aufnahmegespräch wird eine Kostenpauschale erhoben, wenn die Eltern noch nicht geeignet scheinen an dem Training teilzunehmen und eher andere Maßnahmen sinnvoll sind

Ansprechpartner

Durchgeführt wird das Training von einer pädagogischen Fachkraft (Diplom-Sozialpädagogen/-in, Diplom-Sozialarbeiter/-in o.ä.) oder einer/einem Diplom-Psychologen/-in mit der zertifizierten Fortbildung als Eltern-Kind-Intensivtrainer.

Petra Albrecht
Petra Albrecht
Diplom-Sozialpädagogin
0176 / 81716692
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